Beleuchtung

 

'84 Audi 5000 S am Mulholland Drive, Los Angeles

 

Eine besondere Auffälligkeit sind bei US-Versionen die Seitenmarkierungsleuchten, die  sogenannten „Sidemarkers“. Verbindlich eingeführt werden mussten diese zum     1. Januar 1968 als Leuchte oder Reflektor, vorne in orange, hinten in rot. Zum 1. Januar 1970 mussten die Sidemarker aus Leuchte und Reflektor bestehen. Der Gesetzesgeber in den USA wollte insbesondere auch wegen der unterschiedlichen Farbe der Sidemarker sicherstellen, dass bei Dunkelheit die Position eines Fahrzeuges aus jedem Blickwinkel identifiziert werden konnte. Die Sidemarker können in einem separaten Gehäuse untergebracht werden, oder in die Lampen vorne oder hinten am Fahrzeug integriert werden.

 

Nach vorne leuchten Positionslampen, die sogenannten „Front Position Lamps“, meistens in orangener Farbe. Häufig wurden diese in das Blinkergehäuse integriert, mit einer 2-Faden-Glühbirne, damit permanentes Leuchten und Blinkfunktion gewährleistet sind.

 

Positionslampen an einem '71 Audi 100 LS (F104)

 

 

Ein Gesetz schrieb ab dem Jahr 1940 sogar die Verwendung normierter Scheinwerfer vor. Die Scheinwerfer trugen den Namen „Sealed Beam“, weil hier der Glühfaden fest in das Lampengehäuse integriert ist. Wenn der Glühfaden durchbrennt, muss man immer den ganzen Sealed-Beam-Scheinwerfer tauschen, denn in dem Scheinwerfer befindet sich keine austauschbare Glühlampe. Damit aber für alle Kraftfahrzeuge bei Defekt der Lampe schnell Ersatz zu beschaffen ist und damit die notwendige Verkehrssicherheit des Fahrzeuges wieder hergestellt werden kann, gab es bis zu vier verschiedene Formen und Größen, deren sich die Fahrzeughersteller bedienen mussten: rund oder eckig, jeweils groß oder klein. Tatsächlich waren und sind teilweise noch diese Scheinwerfer für wenige Dollar an Tankstellen und Supermärkten in den USA verfügbar.

 

Low Beam, High Beam, Sidemarker und Front Position Lamp an einem '83 Audi 5000 S (Typ 43)

 

  

Dass bei Defekt der Lampe immer der komplette Scheinwerfer getauscht werden musste, hatte auch einen praktischen Vorteil: das Problem geringerer Leuchtkraft, verursacht durch matte Blenden oder Streuscheiben, wurde reduziert. Ab 1978 mussten die dicht verschlossenen Sealed-Beam-Scheinwerfer eine Füllung mit Halogen enthalten, was zur Erhöhung der der Lebensdauer des Glühfadens beitrug. Im Jahr 1983 wurde das Gesetz der normierten Scheinwerfer zurückgenommen, so dass ab Modelljahr 1984 Scheinwerfer nach Formgestaltung des Fahrzeugherstellers verwendet werden konnten.

 

 

leuchtende Positionslampe und Sidemarker an einem '78 Audi Fox Wagon (Typ 82)

^